Marten Oosting

Marten Oosting

Aufsichtsratsvorsitzender

Berufliche Stationen
1987 – 1999     Nationaler Ombudsmann
2000 – 2013     Mitglied des ‚Raad van State’ (Beratungsgremium der niederländischen Regierung)
2015 – 2016     Vorsitzender der Untersuchungskommissionen im Fall ‚Teeven-Deal’

‚Warum ich die Bitte angenommen habe, Mitglied im Aufsichtsrat von ‚Stichting Volkswagen Car Claim’ zu werden? Ganz einfach: Ich finde es wichtig, dass sich Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft stellen sind und sich entsprechend verhalten. In den letzten Jahren ist die Sensibilität für Corporate Social Responsibility stark gewachsen, und zwar zu Recht. Von Unternehmen, und insbesondere von sehr großen Konzernen wie Volkswagen, darf man erwarten, dass sie die Interessen ihrer Kunden und beispielsweise auch die Umwelt gut im Auge behalten.’

‚Mit Manipulationssoftware hat VW die Verbraucher bewusst getäuscht und geschädigt: Der Verbraucher glaubt, dass er einen sauberen Diesel kauft, aber in Wirklichkeit kauft er die Katze im Sack, einen Luftverpester, dabei noch mit einem geringeren Restwert. Eine Katze im Sack, die dann auch noch bei der Abgasuntersuchung Probleme bereiten kann. Hinzu kommt, dass VW die Behörden bewusst getäuscht hat, indem die vorgeschriebenen Abgaswerte nicht eingehalten wurden. Allerdings kann man auch feststellen, dass es dieselben Behörden sind, die in ihrer Überwachungsfunktion versagt und dadurch den Betrug so lange zugelassen haben.’

‚Dass sich VW vor diesem Hintergrund so hartnäckig gegen die Beschuldigungen wehrt und – zumindest in Europa – bisher jeden Anspruch kategorisch zurückweist, ist kein gutes Aushängeschild für den Konzern. Grund genug also, das Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Vorteil einer Sammelklage besteht natürlich darin, dass wir gemeinsam stärker sind. VW darf nicht so einfach davonkommen.’

Marten Oosting